Chronik des Hauses

Das Waldcafe

. . . um die Jahrhundertwende errichtete der Bad Dürrheimer Hotelier, „Müller“ des Parkhotels Kreuz, den ursprünglichen Bau. Im „Waldcafe“ wurden damals die ersten Kuchen an die Bad Dürrheimer Kurgäste verkauft.1906 wurde das „Waldcafe“ in den Grundsteuerakten das erste Mal erwähnt.Bis zum Jahr 1928 zählte man sechs verschiedene Eigentümer.

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Im Jahre 1928 erwarben Anton und Amalie Fischer den Gastbetrieb und den angebauten bescheidenen Stall. Anton Fischer, ein gelernter Wagner, erweiterte den landwirtschaftlichen Teil. Auf diese Weise versuchte man den Lebensunterhalt der wachsenden Familie zu gewährleisten.

 

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Als es noch keinen befestigten Weg ins Waldcafe gab, musste das Bier mit dem Kuhgespann von Hochemmingen (siehe Bild) an der Schule über einen Feldweg abgeholt werden.

Anno 1939 befestigte der Arbeitsdienst einen Teil des Weges.

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Kühe und Schweine, sowie Hühner, die des öfteren auch der Fuchs holte, sicherte der Familie in diesen Zeiten den Lebensunterhalt. Nur vom Gastbetrieb konnte man nicht leben!

1940 starb Anton Fischer im Alter von 43 Jahren ganz plötzlich an einer Blutvergiftung. Er hinterließ drei Kinder und die hochschwangere Ehefrau Amalie. In diesen ohnehin schweren Zeiten musste fortan die Familie alleine den landwirtschaftlichen und gastronomischen Betrieb weiter betreiben.

 

 

1945 während der letzten Kriegstage und während des Rückzugs der deutschen Truppen in Richtung Südosten, wurde das Waldcafe von Hochemmingen her, von französischen Soldaten mit Flak beschossen und auch getroffen. Die Familie konnte sich im Keller verstecken und blieb unverletzt.

1949 wurde der erste Schlepper eingesetzt.schlepper

 

 

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1964 übernahm Hubert Fischer sen. mit seiner Ehefrau Maria den landwirtschaftlichen und gastronomischen Betrieb. Damals konnte der Gastbetrieb schon 170 Sitzplätze vorweisen.

hist_winterIn den 60ger Jahren traf man sich zum Wintersport am „Waldcafebuckel“!

Die Skiliftanlage gehörte demBesitzer des damaligen Parkhotel Kreuz und sollte Winter Kurgäste in den nahegelegenen Kurort ziehen. 1965 stand sogar eine kleine Schneekanone bereit.

1966, 1968, 1970 und 1972 erblickte immer wieder Nachwuchs das Licht der Welt!

 

 

Die 70ger Jahre begannen zunächst sehr mühevoll! Hubert Fischer sen. konnte nach schwerer Erkrankung durch die hingebungsvollen Unterstützung seiner Frau Maria und der Familie vollständig genesen und mit neuen Kräften entschloss man sich 1974/75 das Waldcafe zu vergrößern.

 

DruckNach dem Umbau standen 200 Plätze in den Gasträumen und auf der neu angelegten Terrasse weitere 60 Plätze zur Verfügung. Nicht selten war das Cafe- Restaurant Waldcafe bis auf den letzten Platz ausgebucht.

1986 -1989 absolvierte der Sohn des Hauses, Hubert Fischer jun., im damaligen Kurheim Sanatorium in Bad Dürrheim die Ausbildung zum Koch. 

Parallel schlug das Herz des Juniorchefs schon immer für landwirtschaftliche Themen. Schon sehr früh übernahm er in großer Eigenverantwortung zentrale Bereiche der Landwirtschaft. Mit großem Interesse forcierte er die Entwicklung und Verbesserung der ackerbaulichen Tätigkeiten des Familienbetriebes.

1988 nahm Hubert Fischer jun. an den internationale Junioren Kochmeisterschaften in Frankfurt teil. Das Junioren Team Germany „erkochte“ sich hierbei die Goldmedaille. Das stetige Mitwirken im elterlichen Betrieb, sowohl auf der Landwirtschaft, also auch im gastronomischen Betrieb, sowie als tüchtige Kraft bei der monatlichen Schlachtung, in der hauseigenen Metzgerküche, sorgten für einen reichhaltigen Erfahrungsschatz des Juniorchefs schon in jungen Jahren.

1990 – 1992 Während drei aufeinanderfolgenden Wintersaisons verfeinerte Hubert jun.,in verschiedenen namhaften Schweizer Hotels in Arosa, seine Kochfertigkeiten. 1995 erwarb Hubert Fischer jun. in Altötting den Meisterbrief zum Küchenmeister.

 

1996 mit der Hochzeit und dDrucker Geburt des ersten Kindes kündigte sich auf dem „Waldcafe“ die vierte Generation an. Zeitgleich wurde der landwirtschaftliche Betrieb durch den Bau einer Maschinenhalle erweitert.

1998 übernahm Hubert Fischer jun., unterstützt von seiner Ehefrau Christina, die Leitung des elterlichen Betriebes. In den folgenden Jahren wurden zwei weitere Kinder geboren.

 

 

 

Im Jahr 2000 zog die Senioren Familie nach Hochemmingen. Sie standen jedoch täglich mit ganzer Kraft, und mit Rat und Tat zur Seite.

2009 konnten mit dem Anbau eines Heizhauses die Betriebe auf Hackschnitzelheizung umgerüstet werden.Druck

2010 verstarb die Seniorchefin, Maria Fischer, „der guter Geist des Hauses“ im Alter von 77 Jahren.

2012 konnte die Familie, das in die Jahre gekommene Heim verlassen und in das neue Haus einziehen.

Im Juni 2013 investierte man in eine neue Photovoltoikanlage auf dem Dach des Ökonomiegebäudes.

 

Anfang August 2013

brannte das gesamte Ökonomiegebäude bei einem Großbrand ab. Nahezu der gesamte landwirtschaftliche Fuhrpark, ein Teil der Ernte, die neu installierte Photovoltaik, die Werkstatt und das Stallgebäude wurden ein Opfer der Flammen. Alle Tiere, bis auf ein Schwein, konnten gerettet werden.

Der Wald, die Gaststätte, das neue Wohnhaus und der Anbau der Hackschnitzelheizung, sowie ein letzter geretteter Gebäudeteil, der früher als Autogarage diente – jetzt als Kleinwerkstatt umfunktioniert wurde – blieben glücklicherweise verschont! Obwohl die Aufräumarbeiten sofort begonnen haben konnten noch nicht alle Spuren des Brandes beseitigt werden.

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Im Jahr 2014 steht alles im Zeichen des Wandels und vieles unter dem Eindruck des Brandes.

 

 

 

 

 

 

Auch im Jahr 2015 nehmen die Folgen des Brandes immer noch viel Zeit und Kraft in Anspruch. Der landwirtschaftliche Betrieb konnte aufrechterhalten bleiben. Eine Tierhaltung war bislang nicht möglich.

Im Gastraum konnten wir allerdings, mit viel handwerklichem Geschick unserer Theke ein neues Gesicht geben!

 

Im Frühjahr 2016 konnte endlich der Wiederaufbau des Ökonomie Gebäudes beginnen. Gleichzeitig nahm auch die Gestaltung der neuen Löschteich Anlage stetig neue Formen an. Mit viel Herzblut und Engagement waren bis zum Ende des Jahres fast alle Bauarbeiten am Ökonomie Gebäude abgeschlossen.

 

2017 rückt die Terrasse des Restaurants in den Fokus.

Mit einem neuen Terrassen Belag, den Sonnensegeln und einer Panorama Glasfront entsteht ein gemütliches und modernes Ambiente.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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